Alpträume und Psychologie

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Habt ihr schon mal eine Traumanalyse gemacht?

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Alpträume und Psychologie

Beitrag  Rai am Sa 31 Jan - 8:45:45

Alpträume und Psychologie

Alpträume bedürfen der Identifizierung des Angstmachenden und der Kontaktaufnahme damit. Alpträume bergen großes Entwicklungspotential und sollten ggf. im Rahmen einer Psychotherapie behandelt werden.

Es ist grundsätzlich die gleiche Art von psychologisch fundierter Traumdeutung und Traumarbeit gefragt wie beim normalen Traum. Da massive Angst vorliegt und die Angelegenheit durchaus ernst zu nehmen ist, sollte aber Wert darauf gelegt werden, dass wirklich psychologisch kompetent mit dem Alptraum umgegangen wird, ggf. mit Hilfe. Wie schon erwähnt, ist insbesondere der sich wiederholende Alptraum eine Indikation für professionelle Hilfe als Psychotherapie oder zumindest psychologische Beratung professioneller Art. Eine solche psychologische Beratung ist am ehesten bei einem Psychotherapeuten zu finden.

Das Ziel besteht darin, sich dem zu stellen, was die Angst verursacht. Es geht um Wahrnehmung und Kontaktaufnahme. Der Feind muss zum Freund gemacht werden oder zumindest entmachtet werden. Im Rahmen einer guten psychologischen Beratung bzw. Psychotherapie verlaufen Alpträume in ihrer Entwicklung oft so, dass die Flucht- und Angstreaktion im Traum in Aggression und Kampf umschlägt, was einen Fortschritt darstellt. Das Gefühl der Ohnmacht hat sich damit nämlich schon mal erledigt.

Ein Teil der Arbeit beim Alptraum besteht sicherlich darin, den Angstmacher zu identifizieren.
Das gehört zur üblichen Traumdeutung, dem Erkennen der Bedeutung. Schon allein dieser Schritt, wenn also erschrocken, überrascht, wütend oder traurig erkannt wird, was/wer genau Angst macht, reduziert die Angst. Die Angst und den Alptraum deuten ist die eine Sache, danach muss die Angst aber auch im realen Leben konfrontiert werden. Die Botschaft der Träume muss schlussendlich immer im Leben eine Umsetzung erfahren. Beim Alptraum ist das unverzichtbar, allein die Bedeutung herauszufinden genügt nicht.

Alpträume eignen sich gut dazu, neben der eigentlichen Traumdeutung auch von anderen Instrumentarien der Traumarbeit Gebrauch zu machen. Das nochmalige Hineinversetzen in den Traum im Wachzustand oder auch eine gesprächstherapeutische Analyse der identifizierten Angst sind z.B. sinnvoll. Diese Techniken können der Traumdeutung im engeren Sinn dienen, also dem Erkennen der Bedeutung, aber ebenso dem angemessenen Umgang mit der bereits festgestellten Bedeutung.

So unangenehm solche Träume sein mögen, so wichtig sind sie dennoch für die eigene Entwicklung. Ein solcher Traum birgt großes Potential und das ist ein weiterer guter Grund, sich intensiv damit zu befassen.
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Traumdeutung in der Psychoanalyse als Psychotherapie

Traumdeutung spielt eine große Rolle in der Psychotherapie, allerdings nicht in jeder Methode der Psychotherapie, sondern vor allem in der Psychoanalyse. Bedeutung hat die Traumdeutung der Psychoanalyse über Sigmund Freud und C.G. Jung erlangt.

Die Traumdeutung fand um 1900 Eingang in die Psychotherapie, als Sigmund Freud sein Buch "Die Traumdeutung" veröffentlichte. Freud hatte damit einen Meilenstein der Psychotherapie gelegt und war sich dessen durchaus bewusst, obwohl er damals generell und auch bezüglich seiner Traumdeutung viel kritisiert wurde.

Die Traumdeutung war damals und ist noch heute wesentlicher Bestandteil der von Freud begründeten Psychoanalyse. Die Psychoanalyse ist wiederum ein elementarer Zweig der Psychotherapie. Die klassische Psychoanalyse ist mittlerweile kaum noch verbreitet als Psychotherapie. Es sind vor allem abgewandelte Formen von ihr, die heute angewendet werden, z.B. die Neo-Psychoanalyse.
Mehr als nur eine Abwandlung ist die Psychotherapie bzw. Psychoanalyse nach C.G. Jung, der sich nach anfänglicher Begeisterung für Freud von diesem abwandte und seinen eigenen Weg ging. Die Geschichte muss ihm dafür dankbar sein, denn sonst wäre wohl nicht seine sogenannte Analytische Psychologie (Psychotherapie) entstanden, die neue wertvolle Impulse vor allem spiritueller Art in das von Freud gelegte Fundament einbrachte. Freud war bekanntermaßen ein bekennender Gegner von Religion, Spiritualität und Kirche. Jung dagegen – Sohn eines Pfarrers – baute seine Lehre von Psychologie und Psychotherapie auf Spiritualität auf. Es ist keine Übertreibung, seine Mischung aus Psychotherapie und Spiritualität als spirituelle Psychotherapie zu bezeichnen. Unter dieser Bezeichnung ist sie zwar nicht in die Geschichtsbücher eingegangen, doch unter den anerkannten und verbreiteten Methoden der Psychotherapie ist sie mit dieser Prägung einzigartig. So schuf C.G. Jung seine eigene Psychoanalyse, die vor allem in den USA bis heute großen Anklang findet.

Was nun speziell die Traumdeutung innerhalb der Psychoanalyse angeht, so finden sich zwischen Freud und Jung erwartungsgemäß merkliche Unterschiede auch in diesem Punkt. Nicht was die Bedeutung der Träume als solche angeht, denn bei beiden spielen Träume und Traumdeutung eine maßgebliche Rolle. Die Art und Technik der Traumdeutung in der Praxis unterscheidet sich jedoch in einigen Punkten. Jung hat z.B. in seiner Psychotherapie und Deutung die bei Freud überragende Bedeutsamkeit der Sexualität nicht übernommen. Er hat des Weiteren mit dem kollektiven Unbewussten und seiner Lehre von den Archetypen ein ganz eigenes Konzept entwickelt. Er sah Träume stärker in die Zukunft und in Richtung geistig-seelischer Entwicklung weisend als Freud.

Quelle:http://www.traumdeutung-lebensberatung.de/psychotherapie-psychoanalyse.html

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Aus seinen Träumen kann man wahrlich viel entnehmen, sogar bereits ohne die Traumsymbolik zu beherrschen. Man hat oft die unterschiedlichsten Träume, die dennoch auf das gleiche Ziel heraus laufen. Bei mir persönlich wird in meinen Alpträumen häufig die Verlustangst angesprochen.

Wie ist es bei euch?
Habt ihr bereits eine Traumanalyse gemacht, ihr selbst, oder von einer anderen Person?
schlafen

Ganz häufig vergisst man aber auch, was man in der nacht geträumt hat. Um das zu vermeiden, sollte man den Traum sofort nach dem ersten Erwachen aufschreiben, wenn man ihn dann noch in Gedanken hat. Bei Alpträumen ist es aber meistens so, weil man kurzzeitig aufschreckt und seine Schlafphase unterbricht.
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