Die Laotische Felsenratte

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Die Laotische Felsenratte

Beitrag  Rai am Sa 7 Feb - 0:15:32

Seltene Tierarten: Die Laotische Felsenratte

Die Laotische Felsenratte, laot. Kha-Nyou (Laonastes aenigmamus) ist eine Nagetierart, die erst im Jahr 2005 entdeckt wurde. Sie lebt in Laos und ist mit keiner anderen lebenden Nagerart näher verwandt. Sie ist der einzige rezente Vertreter der Familie der Diatomyidae, deren übrige Vertreter seit elf Millionen Jahren ausgestorben sind.



Die Laotische Felsenratte ähnelt äußerlich einem Hörnchen. Die Beine sind kurz, der Schwanz ist dicht behaart. Auffallend ist der große, abgerundet wirkende Schädel sowie der charakteristische watschelnde Gang. Das Fell dieser Tiere ist dunkelgrau oder schwarz gefärbt. Sie erreichen eine Kopfrumpflänge von rund 26 Zentimetern, eine Schwanzlänge von 14 Zentimetern und ein Gewicht von rund 400 Gramm.


Verbreitung und Lebensweise

Laotische Felsenratten sind bislang nur aus der Provinz Khammouan im südlichen Laos bekannt, wo sie in einer Region aus verkarstetem Kalkstein leben. Sie sind vermutlich nachtaktiv und ernähren sich von Blättern, Samen und Gräsern. Möglicherweise verzehren sie in geringem Ausmaß auch Insekten.
Von der International Union for Conservation of Nature and Natural Resources|IUCN werden sie als stark gefährdet („endangered“) eingestuft.


Entdeckungsgeschichte

Die örtliche Bevölkerung wusste schon länger von der Existenz dieser Tiere, die sie Kha-Nyou nannte und wegen ihres Fleisches jagte. Auf einem Markt in Khammouan entdeckten westliche Wissenschaftler erstmals Kadaver dieser Tiere, die dort gegrillt zum Verzehr angeboten wurden. Morphologische und DNA -Untersuchungen zeigten, dass die Tiere mit keiner anderen Nagetierart näher verwandt sind. Im Jahr 2005 erhielten sie den wissenschaftlichen Namen Laonastes (=„Felsenbewohner“) aenigmamus(=„rätselhafte Maus“).
2006 gelang es David Redfield, einem emeritierten Professor der Florida State University, erstmalig ein lebendiges Exemplar zu fangen und zu filmen. Es erwies sich als sehr zutraulich.




Ich finde die Entdeckungsgesichte der Kha-Nyou eigentlich sehr, sehr traurig… und erneut stellt sich die Frage, können wir Menschen, Tiere eigentlich immer nur essen oder in Käfigen präsentieren und ausstellen… vielleicht sogar ausgestopfte Trophäen von der Jagd?

Was will damit kompensiert werden?
Warum können wir Tiere nicht einfach ganz ihr geheimes Leben führen lassen, wie jeder Einzelne von uns es schließlich auch führt?


Ich kann nur hoffen, dass der Tierschutz auf die Kha-Nyou zumindest mehr Menschen davon abhält, sie als Nahrung zu nutzen oder sonst irgendwie zu töten. Ich finde sie sehr süß ^^ und bin stolz dass sie es so viele Jahre geschafft hat, zu überleben und ihren Bestand zu sichern (die Menschen haben dafür sicher nichts getan).
tq
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