So finster die Nacht...

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So finster die Nacht...

Beitrag  Rai am So 8 Feb - 22:50:25

Filmvorstellung:


So Finster die Nacht (Originaltitel: Låt den rätte komma in) von Tomas Alfredson ist ein Horrorfilm aus dem Jahre 2008 über die Freundschaft zwischen einem Jungen und einem Vampir in Schweden nach einem Roman von John Ajvide Lindqvist. Die Hauptrollen spielen Kåre Hedebrant und Lina Leandersson.

Die Handlung:

Die meisten Vampirfilme verbeißen sich in Klischees und Schockeffekte. Der schwedische Horrorfilm "So finster die Nacht" bildet eine exzellente Ausnahme - und bietet intelligenten Grusel der zärtlichen Art.

"So finster die Nacht" vom schwedischen Regisseur Tomas Alfredson ist bei näherer Betrachtung allerdings keine reine Blutsaugergeschichte, sondern ein tief melancholischer Film über die Freundschaft zweier jugendlicher Außenseiter in der Stockholmer Vorstadt, Anfang der achtziger Jahre.



Für den schüchternen zwölfjährigen Oskar (Kåre Hedebrant) ist das einsame neue Nachbarsmädchen Eli (Lina Leandersson) die einzige Person, die ihm ehrliche Zuneigung entgegenbringt. In der Schule wird Oskar von seinen Klassenkameraden terrorisiert, seine Mutter ist zu gestresst, um sich richtig mit ihm zu beschäftigen, und wenn er seinen Vater besucht, ist der auch nur so lange interessiert, bis jemand eine Flasche Wodka aufmacht.

Eli dagegen, die er nur nachts draußen im Schnee vor dem Haus trifft, ist ganz anders. Sie hört ihm zu, nimmt ihn ernst, nimmt ihn wahr. Doch Eli ist schon sehr lange zwölf Jahre alt, und manchmal, wenn sie längere Zeit nichts mehr gegessen hat, dann riecht sie seltsam. Sie braucht Blut, doch sie tötet nicht gern, das erledigt normalerweise ihr menschlicher, väterlicher Mitbewohner Håkan für sie, doch wenn es nicht anders geht, kennt sie kein Mitleid, nur Hunger. Das mag verspielt oder sogar lustig klingen, doch "So finster die Nacht" ist eine bitterernste Angelegenheit. Vampire sind hier nicht als augenzwinkernde Parodie ihrer selbst zu verstehen, sie sind einsame todbringende Kämpfer, die sich mit ihrer kaputten Existenz genauso auseinanderzusetzen haben wie die menschlichen Verlierertypen um sie herum. Die zärtlich erzählte Liebesgeschichte zwischen Oskar und Eli spielt sich vor der Kulisse vorstädtischer Perspektivlosigkeit ab, durchsetzt von Momenten nackter Gewalt.

Als Oskar erfährt, dass Eli gar kein Mensch ist und sich von Blut ernährt, erweist sie sich als willkommene Beschützerin. Doch Hoffnung für die beiden kann es nur geben, wenn sie ihre Gegner vernichten, in aller Konsequenz, rücksichtslos und kalt.
So ist "So finster die Nacht" nach dem Roman von John Ajvide Lindqvist bei aller Zärtlichkeit ein grimmiger, teilweise böser Film geworden. Ein Horrorfilm mit einem großen, gebrochenen Herzen.

Quelle: http://www.spiegel.de



Dieses Review trifft meine Ansichten des Filmes schon ziemlich gut. Ich sah ihn vor einigen Wochen bereits schon 2 mal und er hat mich sehr bewegt. Es ist natürlich eine Art des Horrorfilms, die wahrscheinlich nicht für jeden verständlich und somit erschreckend sind. Es ist vor allem die Psyche und die Melancholie die dieser Film anspricht. Ich fand es auch gut, dass „So finster die Nacht“ nicht zu viele Klischees des Vampirseins anspricht und vieles noch im Schatten liegen lässt. Ich empfehle diesen Film, für die Leute, die auf intelligenten und zu gleich poetischen Horrorstehen und die, die Filme wie, wie Donnie Darko oder Funny Games auch gut fanden. *zwinker*

Ich war überrascht von diesen Vampirfilm und fand ihn ehrlich gesagt auch bei weiten Besser, als der 2. Vampirfilm, der etwa zur gleichen Zeit ebenfalls anlief (Twillight – Bis(s) zum Morgengrauen). Es gibt wahnsinnig viele Vampirfilme, die sich mehr und mehr gleichen, darum schaue ich eigentlich auch eher selten dieses Genre. Aber es macht schon etwas aus, wenn die gleichen Begebenheiten, die wirklich immer bei Vampirfilmen auftauchen (Liebe, Melancholie, Einsamkeit, Gewalt) einmal auf anderer Weise ausgelegt werden. Auch, dass die beiden Hauptcharakter Kinder sind und nicht erwachsene, schöne Personen, in denen sich der Zuschauer eher sogar verlieben könnte, legt das Augenmark mehr auf die Geschichte selbst. Also mein Fazit ist: Der Film hat mich echt überrascht und ich fand ihn mit einer der besten Vampirfilme, die ich bereits gesehen habe. Er ist spannend, gefühlsstark und auch mit vielen künstlerischen Sichtweisen ausgestattet (z.Bsp. Blut im Schnee, der Handabdruck an einem Fenster, ein Mord im bloßen Schatten, ein Bett was bis zur Decke in Flammen aufgeht usw.).

Wenn ihr den Film auch gesehen habt, schreibt doch, wie ihr ihn so fandet.
Welcher Vampirfilm kommt einer Darstellung eines Vampirs, eurer Meinung nach, noch am nahsten?
Wie würdet ihr einen Vampirfilm gestalten und welche Klischees über Vampire würdet ihr am liebsten ganz ausklammern und nie wieder irgendwo sehen?
(als Bsp. für vorhandene Klischees: Abneigung gegen Kruzifixe und Knoblauch, Tageslicht ist tödlich, das Schlafen in Särgen, nur durch Feuer oder einen Pfahl durchs Herz zu töten und was es sonst noch für so einen Kram gibt)

Ich freue mich auf eure Antworten,

Eure Rai
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